2010 die 50. Auflage des „Rieser“ Klassikers
Sonntag, 06. Juni 2010 um 14:26 Uhr

In der Ries-Stadt Nördlingen wird vom 22. bis 25. Juli 2010 gefeiert: Das 50. Reitturnier, sprich Scharlachrennen, steht auf dem Programm. Für das Jubiläumsturnier, die dritte internationale Auflage, haben bereits namhafte Springreiter aus dem In- und Ausland großes Interesse für einen Start bekundet.

 

Seit 1438 wurde das Scharlachrennen, ein Flachrennen über 1200 Meter um ein scharlachrotes Tuch, an Pfingsten zur „Mess" in Nördlingen ausgetragen. Wegen des Bauernkrieges fand das Pferderennen 1524 zum letzten Mal statt. Nach 424 Jahren wurde es 1948 unter der Regie von Fürst Carl Friedrich zu Oettingen-Wallerstein und seiner Frau I.D. Delia Fürstin zu Oettingen-Wallerstein mit einem neuen reitsportlichen Konzept wiederbelebt. In den 50er und 60er Jahren zählte es zu den deutschen Elite-Turnieren und wurde liebevoll als „Klein Aachen" bezeichnet. Unter anderem sind Fritz Thiedemann, Alwin Schockemöhle und vor allem Hans Günter Winkler mehrfach in den Ergebnislisten zu finden. Winkler, der weltbeste Springreiter aller Zeiten, hat seinen ersten Turnierstart 1948 in Nördlingen absolviert: Platz sieben mit „Falkner" in einem L-Springen. Das hat Winkler nie vergessen, seither hält er dem Nördlinger Turnier die Treue. Unter seiner Federführung wurde im Jahr 2000 der Freundes- und Förderkreis Scharlachrennen e.V. gegründet. Bereits im Jahr zuvor war Winkler in die Vermarktung des Scharlachrennens eingebunden und setzt seine Beziehungen für das Turnier in Nördlingen ein.

Seit 2008 als CSI ausgeschrieben

2008 wagte Winkler den Schritt das Turnier als CSI*** auszuschreiben. Um die internationale Ausrichtung der Pferdesportveranstaltung auf starke Säulen zu stellen, wurde eigens die Scharlachrennen GmbH gegründet. Zu dieser zählen neben Hans Günter Winkler, der Turnierleiter und Geschäftsführer ist, die Geschäftsführerin Sabine A. Scherbaum und Hengsthalter Paul Bengesser aus Nördlingen, sowie Siegfried Mitzel, Chef der Firma Horse Gym 2000 aus Großsorheim und Stefan Thomaschki aus Kiel. Die Neuausrichtung des Turniers wird von den Reitern sehr gut angekommen: Inzwischen steigen neben Hugo Simon, Leopold van Asten, den Hassmann-Brüdern, Franke Sloothaak und Marcus Ehning immer mehr Top-Reiter auf der Kaiserwiese in den Sattel.

Gewinnt Marcus Ehning die Goldene-Daniel-Peitsche?

Im Jahr 2009 hat Hans Günter Winkler ein weiteres Highlight etabliert: Im Großen Preis am Sonntag wird um die Goldene-Daniel-Peitsche geritten. Der erste Sieger war Weltcup-Sieger Marcus Ehning mit Sandro Boy. Gelingt es ihm auch 2010 die Goldene-Daniel-Peitsche zu gewinnen, darf er den Wanderehrenpreis behalten. „Die Goldene-Daniel-Peitsche wertet den Großen Preis von Nördlingen deutlich auf. Ein besonderer Dank gilt Maria und Rudolf Grenzebach, die das finanzielle Engagement für die Umsetzung meiner Idee bei steuern" so Turnierleiter Hans Günter Winkler.